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Blick hinter die Kulissen: Arbeitspraktiken

Jeder Autor arbeitet anders und ich finde es immer wieder spannend, einen Einblick in die Arbeitspraktiken anderer Autoren zu erhalten. Da ich vermutlich  nicht die Einzige bin die es spannend findet wie andere Autoren so arbeiten, teile ich heute meine Arbeitspraktiken mit dir.

Gibt es bestimmte Routinen?

Das ist bei mir immer so eine Sache. Da ich neben meiner Tätigkeit als Autorin auch noch in Vollzeit arbeite, studiere, 6x die Woche trainiere und noch das ein oder andere Projekt laufen habe, sind meine Tage selten gleich und schon gar nicht „routiniert“.

Eine Routine ist aber in der Tat etwas, woran ich immer wieder arbeite – ich habe nur noch nicht das Richtige für mich gefunden.

Vor einer Weile habe ich es mit einem Schreibplan versucht und dadurch tatsächlich die Routine entwickelt, täglich mindestens 500 Wörter zu schreiben. Jetzt nach dem Schreibplan komme ich nicht mehr immer jeden Tag dazu, spätestens aber am zweiten Tag. Im Gegensatz zu vorher, wo ich auch mal wochenlang gar nichts schrieb, ist das schon ein enormer Fortschritt.

Ich habe gemerkt, dass es für mich am besten funktioniert, wenn ich mir Ziele setze, diese Ziele „rumerzähle“ und mir selbst klar mache, wie sehr ich es will – und wie wenig Zeit ich nur noch habe. Druck ist für mich eine gute Antriebsfeder.

Noch so eine Routine an der ich mich schon eine Weile versuche: Sämtliche Blogartikel für die Folgewoche schon am Sonntag vorschreiben, damit ich unter der Woche nur noch auf einen Knopf zu drücken brauche. Das hier ist der erste Artikel, bei dem das funktioniert hat. 😉
Ich bin gespannt, wie es in den nächsten paar Wochen diesbezüglich läuft.

Musik beim Schreiben?

Immer. Wenn ich am Roman arbeite, höre ich meistens die Mondscheinsonate von Beethoven zum Einstieg. Schon die ersten Klänge sorgen dafür, das ich ruhig und konzentriert werde, mich in den letzten Abschnitt einlese und dann los lege. Oh – eine Routine. 😀

Ansonsten kann es auch mal etwas epischer zugehen. Ich mag gern Filmmusik beim Schreiben von zum Beispiel Blogartikeln. Während ich diesen Artikel schreibe höre ich diesen Schreibsoundtrack.

Wo schreibe ich?

Auch das wechselt, je nach Lust und Laune. Meine drei Lieblingsorte zum Schreiben sind meine Couch, mein Esstisch, den ich in einen Schreibtisch umfunktioniert habe (ich esse am liebsten auf der Couch) und mein Bett. Gerade wenn ich mal einen eigentlich freien Tag einlege und beschließe faul zu sein, ist für die Schreibsession das Bett geeignet. Natürlich stilecht im Schlafanzug.

Die einzige Regelmäßigkeit die ich hier immer einhalte: Wenn ich Texte für Kunden schreibe, sitze ich am Schreibtisch. Kundenarbeit ist business und business erledige ich am Arbeitsplatz.

Wie sieht die Schreib-Orga aus?

Da ich mehr als „nur“ den Roman schreibe, muss ich ein bisschen vorplanen und organisieren, um alles unter einen Hut zu bringen und vor allem Kundenaufträge pünktlich und ordentlich abliefern zu können. Dazu habe ich mir ein System geschaffen, auf das ich in einzelnen Artikeln teilweise nochmal näher eingehen werde.

Hauptsächlich besteht es aus zwei Redaktionsplänen (Blogartikel/Kundenaufträge und Socialmedia-Plan), meinem geliebten Filofax (Kalender) und nach wie vor, wenn auch in geringerer Form die App und Desktopversion Evernote.

Für deine eigene Organisation deines Schriftkrams solltest du in Ruhe austesten, was für dich gut funktioniert und ruhig aussortieren, was nicht funktioniert. Jeder Mensch ist anders und deshalb funktioniert es auch für jeden anders.

Oder hast du schon eingeschliffene Arbeitspraktiken die du mit uns teilen willst? Dann ab damit in die Kommentare, ich bin gespannt auf den Einblick in deine Arbeitspraktiken! 🙂

sig2

One Commnet on “Blick hinter die Kulissen: Arbeitspraktiken

  1. Ich finde es immer spannend zu lesen, wie andere Autoren das machen ^^.

    Meine Routine hängt leider immer von meinem Standort ab – derzeit bin ich nicht bei mir zu Hause, da geht es durchaus, nach dem Frühstück den PC anzuschmeißen, schnell alle Blogposts u.ä. zu checken und dann mit der ToDo-Liste des Tages weiterzumachen (die manchmal Blogposts beinhaltet, manchmal auch nicht, sodass ich direkt losschreiben kann).
    Bei meinen Eltern komme ich meist erst gegen 14 Uhr zum Loslegen.

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