Meine 66 Days Challenge

Meine 66 Days Challenge

Ich habe heut folgendes Posting auf Facebook gestellt:

Hallo ihr Lieben!

Ich werde ab morgen für 66 Tage (also vom 01.12.2016 bis zum einschließlich 04.02.2017) nur noch von 8 bis 18 Uhr erreichbar sein (auch über Handy -> Flugmodus von 18 – 8 Uhr).

FB habe ich (bis auf die App für meine Seiten) komplett runtergeworfen, dort bin ich also eher so ab 9 bis ca 17 Uhr nur erreichbar.

Für einfache „ich hab gerade Langeweile und will quatschen“ Gespräche werde ich sehr wenig bis gar keine Zeit haben.
Ist dann nicht persönlich gemeint, passt nur einfach nicht in den Plan der nächsten 66 Tage.

Grund: Ich habe mich entschlossen, morgen mit meinem 66 Days Journal anzufangen, um über einen bestimmten Zeitraum konzentriert an meinen Zielen zu arbeiten (meinen Geburtstag feier ich natürlich trotzdem ).

Wer auch an dem Journal interessiert ist, schaut mal hier vorbei:
66 Days Journal (Affiliate Link)

Was ist denn ein 66 Days Journal?

Das Journal stammt von dem Entrepreneur, Buchautor und Coach Matthew Mockridge.
Es handelt sich um ein Arbeitsbuch, mit dem ich mich in den nächsten knapp zwei Monaten jeden Morgen und jeden Abend hinsetzen werde, um mich mit meinem Ziel zu beschäftigen. Das Ziel, welches ich in den nächsten 66 Tagen erreichen möchte, habe ich heute festgelegt.
Mit dazu gehört eine Morgen- und eine Abendroutine, die ich für meinen persönlichen Alltag ein wenig angepasst habe.
Meine persönlichen Routinen sehen folgendermaßen aus:

Morgenroutine (4 Stunden)

  1. Vier Uhr -> aufstehen
  2. Strecken, ein Glas warmes Wasser mit frisch gepresster Zitrone trinken
  3. 66 Days Journal
  4. Zum Training gehen (ca. 1 Stunde, inkl. Stretching)
  5. Duschen/anziehen/Frühstück
  6. Eine Stunde an meinem Ziel arbeiten
  7. Acht Uhr -> zur Arbeit fahren

Abendroutine (2 Stunden)

  1. 18 Uhr -> Screens off (Handy in den Flugmodus, Laptop aus)
  2. Abendessen
  3. Haushalt
  4. Fürs Studium lernen/Hausaufgaben schreiben
  5. 66 Days Journal
  6. 20 Uhr -> schlafen gehen

Ganz schön straff – warum das Ganze?

Der Plan ist ziemlich straff gehalten und wird mich einiges an Umgewöhnung kosten.
Gerade mit dem frühen ins Bett gehen werde ich zu kämpfen haben, freue mich aber schon jetzt darauf, jede Nacht meine acht Stunden Schlaf zu bekommen. Von denen kann ich zur Zeit nämlich nur träumen (in meinen 5 bis 6 Stunden Schlaf, die ich maximal schaffe).
Was ich mir davon verspreche? Fokus und Ergebnisse.
Mein Problem mit dem rechtzeitig ins Bett gehen rührt nämlich keineswegs daher, dass zu viel zu tun wäre. Oder dass ich nicht müde bin.
Ganz im Gegenteil. Meistens bin ich abends sogar ziemlich müde, gähne und oft fallen mir die Augen zu.
Dann schreibe ich aber noch mit Leuten, um zu plaudern (was ich schon den ganzen Tag über getan habe). Oder ich sehe einen Film an, den ich meist schon kenne, um mich abzulenken (nur von was? Dem Schlafengehen?). Manchmal surfe ich auch einfach nur stumpf durchs Netz und sehe mir Tiervideos oder sonstiges an, einfach nur, um mich noch zu beschäftigen.
Während ich mir gleichzeitig wünsche, schon im Bett zu liegen.
Ganz schön idiotisch, nicht?
Und trotzdem ertappe ich mich immer wieder bei sinnlosen „Beschäftigungen“, wegen denen ich noch nicht ins Bett „kann“.
Obwohl ich in Wirklichkeit hundemüde bin.
Wenn ich darüber nachdenke, was dieses Verhalten in mir auslöst, kommt mir immer wieder dieselbe Antwort in den Sinn: Alle anderen sind doch auch noch wach.
Wir Menschen sind Herdentiere, und wenn alle anderen noch wach sind, will ich es ganz instinktiv auch sein.
Weil ich sonst die komische Erwachsene bin, die um 20 Uhr schon ins Bett geht.
Nur bin ich dummerweise auch die komische Erwachsene, die um vier Uhr früh aufsteht, um vor der Arbeit etwas für ihre Selbstständigkeit zu tun und Sport zu treiben. Und da 8 Stunden Schlaf in den 66 Tagen mit zum Programm gehören, werde ich in den nächsten zwei Monaten eben die sein, die unter der Woche sehr früh schlafen geht.

Sowas lässt sich doch gar nicht in den normalen Alltag integrieren!

Das Erste, was ich tat, als ich das mit den 8 Stunden Schlaf und der screenfreien Zeit las, war motzen.
Immerhin habe ich einen 36 Stunden Job, trainiere und arbeite nebenbei daran, mir ein Business aufzubauen.
Wie bitteschön soll ich das anstellen, wenn ich um 18 Uhr erst zu Hause bin und Handy und Laptop dann bereits ausgeschaltet werden müssen?
Dieser entsetzte Zustand hielt ungefähr 30 Sekunden an. Dann schnappte ich mir Zettel und Stift. Anstatt darüber zu jammern, dass das ja gar nicht geht, fing ich an, Uhrzeiten und Tätigkeiten hin- und herzuschieben, bis es eben doch ging.
Entstanden sind daraus die oben genannten Morgen- und Abendroutinen.
Das Faszinierende an der Sache ist, dass die Planung zwar straff und anstrengend klingt, bei näherem Hinsehen aber Vorteile hat.
Mit derselben Anzahl an Tagesstunden (24) habe ich plötzlich mehr Zeit für mich selbst, mehr Zeit für den Haushalt, mehr Zeit für’s Training, für das Studium und für das Erreichen meiner Ziele. Und als dickes Plus werde ich jede Nacht acht Stunden Schlaf bekommen.
Es lässt sich also doch in meinen Alltag integrieren – mit ein bisschen Willen und ein paar Anpassungen (z.B. habe ich die 15 Minuten Meditation am Morgen erstmal gestrichen).
Mir ist klar, dass ich keine Kinder habe, um die ich mich kümmern muss und dass die ganze Sache mit Kindern noch einmal anders aussieht.
Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass jeder sich die Zeit nehmen kann, um innerhalb von 66 Tagen an einem bestimmten Ziel zu arbeiten.
Dazu müssen eben Kompromisse gemacht (mit Partner und Familie) und ein paar Anpassungen vorgenommen werden, bis die Challenge in den Alltag passt.
Wer zum Beispiel gar keine Zeit hat, kann sich wenigstens morgens und abends die zehn Minuten für das Journal nehmen.
Plane deinen Tag früh und reflektiere ihn spät noch einmal.
(Und wenn du täglich nicht einmal 2x 10 Minuten für dich selbst finden kannst, ist das definitiv ein Alarmsignal).

Na ja, ich weiß nicht …

Weißt du was? Ich auch nicht. Deshalb teste ich es aus.
66 Tage sind ein überschaubarer Zeitraum und sie werden vor allem definitiv vergehen. Ganz egal, ob ich in dieser Zeit daran arbeite, mich zu verbessern, oder so weitermache, wie bisher. Lediglich das Ergebnis wird ein anderes sein, je nachdem, welchen Weg ich wähle.
Jetzt aber freue ich mich erstmal auf die kommende Zeit. Ich sehe ihr mit Aufregung, aber auch Nervosität und natürlich den üblichen Selbstzweifeln entgegen. Was ist, wenn ich es nicht schaffe, mein notiertes Ziel zu erreichen? Wenn es doch wieder so ist, wie immer? Oder ich mit der neuen Routine so gar nicht hinkomme?
Diese Angst ist es, die mich schon oft hat zurückschrecken lassen. Inzwischen habe ich aber ein Leben vor meinem geistigen Auge, dass ich will. Unbedingt.
Deshalb frage ich mich nicht mehr: „Was ist, wenn ich es nicht schaffe?“
Sondern viel lieber: „Wie geil wird es erst, wenn ich es geschafft hab?“

Was ist mit dir?
Hast du ein Ziel, dass du eigentlich unglaublich gern erreichen möchtest?
Bist du bereit, es anzugehen?
Schreib mir in den Kommentaren!

 PS: Den NaNo habe ich heute übrigens doch noch gewonnen – mit knappen 50.269 Wörtern. Yaaay. 🙂

6 Comments

  1. Kate · 1. Dezember 2016 Reply

    Hallöchen,
    dieses Projekt klingt ja interessant. Wie eigentlich alle, die du immer wieder raushaust 😀
    Gibt es eigentlich Bilder zu dem Journal? Mich würde interessieren, wie das von innen aussieht, aber ich habe auf der Homepage nichts gefunden.

    Du willst um 4 Uhr aufstehen? Respekt! Ich bin so ein Morgenmuffel und nehme mir regelmäßig vor, früher aufzustehen, aber schaffe es leider nie. Fällt dir das von Haus aus leicht oder hast du einen Geheimtipp?

    Mit den Katzenvideos am Abend geht es mir genauso. Man macht einfach irgendwas, weil man denkt, dass es noch zu früh zum Schlafengehen ist. Aber eigentlich stimmt das an sich ja gar nicht.

    Ich finde dein Vorhaben toll und es spornt mich selbst an. Ich würde es auch gerne versuchen, muss aber auch erst mal mit den Zeiten rumprobieren, weil ich ja auch Spätschichten habe, bei denen ich erst um 9 heimkomme. Und Wochenende habe ich auch nicht so wirklich, weshalb viele Aktivitäten unter die Woche fallen. Das wird richtig kompliziert 😀 Aber ich werde mal darüber nachdenken.

    Dir wünsche ich viel Erfolg!
    Liebste Grüße
    Kate ♥

    • Alice · 1. Dezember 2016 Reply

      Hallo Kate,

      das mit den Innenfotos ist eine gute Idee!
      Werde ich mich die Tage mal ranmachen und dann auf Instagram online stellen (-> http://www.instagram.com/alice_hoegner).

      Um vier Uhr stehe ich schon die ganze Zeit auf, auch wenn es in den letzten ein/zwei Wochen ziemlich ins schludern geraten ist.
      Der NaNo und die gleichzeitige Veröffentlichung von Savage haben mir doch mehr zugesetzt als geplant. Also habe ich gerade in den letzten Tagen einfach mal ausgeschlafen.
      Mit dem neuen Plan gehe ich aber auch frühzeitig ins Bett und bekomme daher luxeriöse acht Stunden Schlaf. 😀

      Ja, mit dem Schichtdienst ist es natürlich um einiges komplizierter, das glaube ich dir.
      Aber Respekt, dass du dich dransetzen und es probieren willst!
      Du kannst ja auch erstmal eine „softe“ Variante versuchen und dir ein Ziel vornehmen, für das du in den nächsten 66 Tagen jeden Tag eine Aufgabe machst.
      Wenn dein Tag von der Schicht her entspannter ist, oder du frei hast, ist es eben eine größere Aufgabe und an engen Tagen eine kleinere (und wenn es nur zehn Minuten die nächsten Aufgaben planen ist, ist ja auch schon ein Schritt). 🙂

      Lieben Dank dir für deinen Kommentar, ich wünsche dir auch viel Erfolg (und Kraft) für dein Vorhaben. 🙂

      Liebe Grüße,
      Alice

    • Alice · 7. Dezember 2016 Reply

      Hallo Kate, ich habe versucht, Bilder zu machen, dann aber festgestellt, dass das nicht geht, ohne den gesamten Inhalt zu verraten.

      Da es ja um die Fragestellungen und Aufgaben geht, ist es vermutlich nicht erlaubt, Fotos vom Inneren zu veröffentlichen – zumindest würde ich mich damit sehr unwohl fühlen. Daher werde ich später, wenn ich eine Weile mit dem Buch gearbeitet habe, nochmal einen Artikel schreiben und dabei das Innere auch näher beschreiben, ohne die Fragen und Aufgaben zu verraten. 🙂

      Liebe Grüße, Alice

      • Kate · 11. Dezember 2016 Reply

        Hey Alice,
        das verstehe ich vollkommen! Ich würde mich damit auch unwohl fühlen 🙂

        Aber wenn du noch einen Beitrag dazu schreibst, in dem du das Innere beschreibst, wäre das wirklich toll!

        Liebste Grüße ♥

  2. Peer · 7. Februar 2017 Reply

    Hey Alice,
    Die 66 Tage sind rum. Wie ging es dir? Was hast du erreicht?
    Würde mich freuen etwas von dir zu hören.

    • Alice · 10. Februar 2017 Reply

      Hallo Peer,

      ich habe meine 66 Tage irgendwann abgebrochen, aber noch nicht darüber gebloggt. Ich habe gemerkt, dass dieses System nichts für mich ist und ich persönlich mit einer anderen Regelung besser klar komme. 🙂

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