6 Schritte, um einen missglückten Buchstart zu retten

Jackson ahnt nicht, worauf er sich einlässt, als er in New York die Aufgabe übernimmt, eine Tochter aus der vampirischen Oberschicht zu bewachen.
Lavinia – kurz Love – ist zickig, flippig und so gar nicht mit einem Hüter einverstanden.

Nachdem sie sein Vertrauen gewonnen hat, hintergeht Love ihn – und offenbart dabei unabsichtlich ihr größtes Geheimnis.

Jackson beschließt, sie gehen zu lassen und taucht unter.
Ihre gemeinsame Geschichte hat damit jedoch erst begonnen …

Was ihr oben lesen könnt, ist der Klappentext meines neuen Buches Savage – Ruf der Instinkte*. Dieses Buch habe ich als Newsletter-Roman begonnen und es aufgrund von Nachfrage zu einem Buch umgewandelt.

Über die Geschichte von Love und Jackson spreche ich seit einem Jahr, sammele begeisterte Erst- und Testleser und habe dieses Mal sogar Blogger ins Boot geholt, die in den nächsten Tagen darüber berichten werden.
Trotzdem empfinde ich den gestrigen Verkaufsstart und auch die Vorbestellungsphase als ziemlich enttäuschend.

Was ist schief gelaufen?

Der Start von Savage sollte mich von den Socken hauen. Ich habe mir Traumverkäufe erhofft, viele begeisterte Leser, tolle Rezensionen – eben das, was Autor sich so wünscht. Ich wollte ein Erdbeben. In der Realität hat nicht mal die Deckenleuchte gewackelt. Dabei habe ich mir von diesem Start alles erhofft: nur keinen Tritt in meine Autoreneier.

Was habe ich also falsch gemacht?

  • Habe ich mir ein Ziel gesetzt, wie viel ich am ersten Tag verkaufen will? Nein!
  • Zu meinem Post, der keine Aufmerksamkeit erhielt:
    • Haben ihn alle gesehen? Nein!
    • Habe ich begeistert und erfreut darüber berichtet, statt nur so nebenbei? Nein!
  • Habe ich weitere Marketingmaßnahmen ergriffen?
    • Zitate gepostet? Nein!
    • Blogger? Japp.
    • Leserunden? Nein!
    • Gewinnspiel? Nein!

Es liegt also nicht am Buch – sondern an mir. Was nun?

Warum die nächsten Schritte so wichtig sind

Ich habe zwei weitere Bücher in der Pipeline und könnte mich nun natürlich auf diese stürzen und Savage aufgeben. Dazu müsste ich Savage einfach nur laufen lassen und das nächste Buch aus einem anderen Genre, oder Bruderkrieg weiterschreiben. Ein paar Leute werden Ruf der Instinkte schon lesen, also wird es ein paar Rezensionen bekommen. Dafür müsste ich nichts tun und könnte dann hoffen, dass das nächste Buch einen besseren Start hat.

Woher ich weiß, dass das nicht funktionieren wird? Weil ich das schon bei den letzten drei Büchern versucht habe. Zu wenig Werbung, zu wenig Begeisterung in der Vorstellung und so ungefähr null Nachbereitung a la „Was lief gut, was nicht, was wiederhole ich und wo muss ich mich verbessern?“. Ich habe keine Dokumentation, keinen Überblick über meine Marketingaktionen und vor allem eins nicht: einen MarketingPLAN. Kurz gesagt veröffentliche ich meine Bücher wie eine Wahnsinnige:

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. (Albert Einstein)

Dabei liebe ich Savage. Ich liebe die Figuren, die Geschichte und ich freue mich schon wie verrückt auf die Folgebände, weil ich weiß, was noch alles kommt (und da kommt noch einiges, liebe Leser!). Die Figuren aus dem Buch haben jetzt schon Leser, die sie lieben, auch wenn es wenige sind. Und sie verdienen noch viel viel mehr davon!

Ich bin mir sicher, dass es dir mit deiner Geschichte ebenso geht. Wichtig ist also, was wir jetzt tun:

  1. Aufgeben und es mit einem anderen Buch versuchen?
  2. Oder um das aktuelle Buchbaby kämpfen, um ihm mehr Leser zu verschaffen?

Natürlich werde ich darum kämpfen, den missglückten Start des Buches nicht zu einer missglückten ersten Woche verkommen zu lassen. Wenn du in einer ähnlichen Situation steckst, oder schon mal gesteckt hast, wird es für dich jetzt interessant.

Aus dem missglückten Buchstart lernen und doch noch abheben

Schritt 1: Was zur Hölle …?

Erst einmal solltest du dich fragen, was dir an deinem Buchstart nicht gefällt. Welche Ansprüche hattest du, und welche davon sind nicht erfüllt worden? In diesem Schritt kannst du jammern und dich beschweren – solange du es schriftlich festhätlst. Was passt dir alles nicht und warum? Was hattest du dir erhofft und wieso?

Schritt 2: Die Prüfung

Prüfe jeden einzelnen Punkt, den du in Schritt eins festgehalten hast, auf deinen Aktivismus. Deine Ankündigung hat kaum Aufmerksamkeit bekommen? Hast du sie denn entsprechend positiv und eindeutig formuliert? Hast du sie geteilt? Hast du Freunde gebeten, sie zu teilen und zu kommentieren? Hast du auf Kommentare geantwortet? Hast du in all deinen Socialmediakanälen gestreut? Hast du neugierig gemacht? Hast du Freunde gefragt, ob sie deinen Post in ihrem Feed sehen, oder ob deine Reichweite eingeschränkt ist? Hast du überhaupt rechtzeitig vorher angefangen, über dein Buch zu reden, oder nur am Tag der Veröffentlichung ein leises „Hier ist es“ von dir gegeben? Hast du das Buch in deiner Ankündigung verlinkt, damit der interessierte Leser es finden kann? Hattest du Testleser, die dein Buch mit dir zusammen bewerben?

Schritt 3: Ressourcen anzapfen

Du weißt nun, was nicht so gelaufen ist, wie du wolltest und wo du es vielleicht verbockt haben könntest. Nun denkst du über deine Ressourcen nach. Welche Kollegen kennst du, die dir Tipps geben können? Die dein Buch vielleicht auch auf ihren Kanälen teilen? Nutze Google und Pinterest, um gute Blogartikel über das Thema Buchmarketing zu finden. Sammele Ideen von Freunden, frage deine Leser, was ihre Aufmerksamkeit erregt und trage alles an Tipps und Tricks zusammen, was du finden kannst. Das ist eine Fleißarbeit, aber schließlich ist „Autor sein“ auch kein Pappenstiel, sondern tatsächlich Arbeit.

Schritt 4: Mach dir einen Plan

Du hast nun verschiedene Tipps und Aktionen zusammengetragen, die du umsetzen kannst, um dein Buch besser zu bewerben. Je nach Genre kannst du unterschiedliche Aktionen starten. Meistens wird dein Kopf beim Lesen von Tipps auch selbst kreativ und dir fallen sicher noch ein paar eigene Ideen ein, um dein Buch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Im vierten Schritt machst du einen Plan:

  • Welche Aktionen möchtest du umsetzen?
  • Wann möchtest du sie umsetzen?
  • In welcher Reihenfolge möchtest du sie umsetzen?
  • Was sind deine ersten drei Schritte, von denen du den ersten heute noch machst?
  • Setze dir Ziele! Wie viele Bücher möchtest du in welchem Zeitraum verkaufen?
  • Was genau tust du dafür?
  • Wie und in welchen Abständen überprüfst du deinen Erfolg?

Schritt 5: TU ES!

Der fünfte Schritt ist simpel, aber nicht einfach: Du musst aus dem Arsch kommen. Fang an, deinen Plan in die Tat umzusetzen. Fertige Bilder an, schnür Pakete, korrigiere, was korrigiert werden muss, beachte die Tipps, aktiviere Leute, um dir zu helfen, und zeige dich präsenter in den sozialen Medien. Hilf anderen und lass dir von ihnen helfen. Schließe Abmachungen. Werde aktiv, um dein Buchbaby zu bewerben.

Schritt 6: Nachkontrolle

Wenn deine Aktionen gelaufen und die Verkäufe angekurbelt sind, ist es wichtig, alles nochmal zu kontrollieren. Welche Aktion war ein voller Erfolg, welche war ein Flop? Hast du deine Ziele erreicht? Falls nein: wieso nicht? Wo hakt es noch, was kannst du beim nächsten Mal besser machen? Notiere dir alles, was du gelernt hast und bringe es in eine übersichtliche Form, am besten in eine Checkliste.

Die musst du bei der nächsten Veröffentlichung nur noch hervorholen und dieses Mal rechtzeitig mit der Bewerbung anfangen. Wiederhole die Schritte, die erfolgreich waren, notiere die Ergebnisse wieder und passe an, was beim letzten Mal noch nicht optimal lief.

Auf geht’s!

Nun liegt es an dir (und mir), den holprigen Start für unsere Bücher zu verbessern und eine Grundlage für das nächste zu schaffen. Lass uns mit jeder Buchveröffentlichung besser werden, bis wir unseren Traumstart hinlegen! <3

 

*Bei den Links mit Stern handelt es sich um Affiliate-Links, das bedeutet, wenn du das Buch über meinen Link kaufst, erhalte ich einen kleinen Bonus. Dich kostet es keinen Cent.

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