Chaoten-Lösung: Die Liste

Chaoten-Lösung_ Die Liste (Bild: Pixabay)

In dem Artikel „Bist du ein Projekt, oder viele?“ habe ich vor einer Weile das Problem „Scanner oder Normalo?“ besprochen.
Es ging darum, dass manche Menschen sich ein Projekt vornehmen, sich daran festbeißen und es durchziehen. Andere wiederum haben Probleme damit, in nur einer Schiene zu fahren. Menschen wie ich.

Ich habe so viele Ideen, Wünsche und Projekte die ich gern umsetzen möchte, dass ich bisweilen den Überblick verliere. Mein direktes Umfeld hat ständig Angst, dass ich mich dabei übernehme. Aber das kann nicht passieren. Aus dem einfachen Grund: Ich mache nix. Zumindest nicht viel. Weil es eben so viel ist, dass ich den Überblick verliere und dann am Ende gar nichts tue, oder nur hier und da mal etwas erledige, um mein Gewissen zu beruhigen.

Einen Menschen wie mich, einen solchen Ideen-Chaoten, muss man erstmal in den Griff kriegen und in die richtige Richtung schieben. Wobei „man“ hier die falsche Formulierung ist. Ich. Ich muss mich in den Griff kriegen und meine Begeisterung bewusst steuern.
Wenn du auch zu den Chaoten oder „Scannern“ gehörst, solltest du auf jeden Fall dran bleiben. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich immer wieder Artikel einstreuen, in denen ich meine Arbeitsweise, meine Tools und meine Routinen vorstelle. Ich zeige dir auf, was für mich funktioniert, um dich dazu zu inspirieren, eigene Methoden zu testen, um dein chreatives Chaos in halbwegs geordnete Bahnen zu lenken.
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Genug der einleitenden Worte, los gehts.

Aus dem Chaos wuchs „Die Liste“

Ich liebe es, Dinge zu organisieren. Inzwischen kann ich sogar behaupten, dass ich mich in Richtung „Organisationstalent“ entwickele. Zumindest wenn es um meinen eigenen Kram, die Terminierung meiner Aufgaben und Meetings und ähnliches geht. Ein gutes System zur Organisation deiner Projekte und Aufgaben ist nicht zu unterschätzen. Denn wenn du den Überblick verlierst, hast du im Grunde schon verloren. Deine Aufgabenliste wächst und wird immer größer, bis du sie nur noch öffnest, um Aufgaben und Gedanken darin zu notieren, es aber nicht wagst dir anzusehen, was genau noch zu tun ist. Geschweige denn das du es auch wirklich erledigst.

Was bleibt dann auf der Strecke? Genau. Das Schreiben. Oder die Covergestaltung. Oder die Überarbeitung. Eben alles, was so nötig ist, um dein Buch aus deinem Kopf an den Leser zu bringen.

Mein Problem war es, viele zu viele To Do Listen zu haben, die ich nie wirklich abarbeitete. Ich war zu geschafft. Denn allein die Tatsache, dass so viele Listen existieren, hat mich regelrecht erschlagen. Jedes Mal wenn mir eine Liste zu voll schien und ich befürchtete, dass die neue unglaublich wichtige und dringende Aufgabe dort untergehen würde, legte ich einfach eine neue Liste an. Schnell hatte ich zu viele Listen, um noch wirklich zu wissen, welche aktuell ist. Die Aufgaben gingen nicht in einer Liste unter, sie gingen in einer Liste unter, die in einem Haufen Listen unterging.

Also fasste ich den Entschluss, meine Listen aufzuräumen. Ich sammelte sie von überall ein, setzte mich hin und schrieb „Die Liste“. Es gibt jetzt nämlich nur noch eine Liste, auf der alles steht. Alle wichtigen Aufgaben, die ich für meinen Weg ins Leben einer Vollzeitautorin brauche. Was muss ich noch schreiben, was lesen und lernen, was wollte ich mir ansehen, mit wem muss ich mich noch warum in Verbindung setzen und so weiter.
Alles was wichtig ist, habe ich auf dieser einen Liste zusammen getragen und alle anderen Listen dafür gelöscht. Die Liste ist riesig und unterteilt in verschiedene Themengebiete, wie zum Beispiel die einzelnen Blogs, die Projekte und so weiter. Einmal in der Woche gehe ich die Liste durch, sehe mir jeden Punkt darin an und übernehme die Aufgaben die ich als nächstes in Angriff nehmen will in meine Wunderlist App. Dort werden sie terminiert und abgearbeitet.

Bringe Ordnung in dein Chaos

Wenn du auch so ein Chaotenmensch wie ich bist, merke dir dieses Wort: Ordnung.
Es macht Spaß, Chaos anzurichten und ein System zu benutzen, in welchem man möglichst viele Ordner und Unterordner hat, mit lauter einzelnen Ideen, Notizen und Dingen, die man nicht vergessen möchte. Das Problem daran ist nur, dass du irgendwann den Überblick verlieren wirst. Je mehr Ebenen dein System hat, desto undurchschaubarer wird es für dich. Nutze lieber weniger Ebenen und halte die ganze Sache kompakt. Die einzelnen Listen mögen länger werden, aber dafür hast du alle deine Aufgaben wenigstens im Blick.

Wenn du weiter kommen willst, räum erstmal richtig auf. Vernichte alle überflüssigen Notizzettel mit Aufgaben, wenn du die Aufgaben auf eine Liste übertragen hast. Lösche auch alle Dateien die du dazu auf deinem Laptop oder in einer Cloud hast. Alte Mails, deren Inhalt du nicht mehr brauchst und eh nie wieder ansiehst? Weg damit. Notizen, die du mehrmals besitzt, weil du sie überall notiert hast? An einem Ort notieren und weg mit den x Kopien.

Räum auf. Befreie dich von diesem undurchschaubaren Dschungel an Dateien, Ordnern und Notizen. Wenn es Dinge gibt, die du erstmal nicht mehr brauchst, aus irgendeinem Grund aber behalten willst, sammele sie in einem Ordner. Dann sind sie aus dem Blick und damit aus dem Sinn. Solange deine Arbeitsumgebung (damit ist auch dein Arbeitsplatz gemeint) und deine Notizen chaotisch sind, herrscht das Chaos auch in deinem Kopf.

In den nächsten Wochen und Monaten werde ich wie bereits erwähnt, immer mal wieder Artikel zu diesem Thema rausbringen. Ich teile meine Erfahrungen mit dir, zeige dir auf wie ich als Autorin arbeite und welche Tools und Routinen mich dabei unterstützen. Es bleibt also spannend und ich freue mich schon darauf.
Vergiss nicht, dran zu bleiben – dann rocken wir unseren ersten Roman gemeinsam. 😉

sig2

1 thought on “Chaoten-Lösung: Die Liste

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