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Schreiben ist ein Handwerk

Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.
(Albert Einstein)

Das Schreiben Arbeit ist, hört man immer wieder. Es ist manchmal anstrengend, sich hinzusetzen und zu schreiben. Weil man ja eigentlich noch die Küche aufräumen muss. Oder die Wäsche waschen. Die Fenster putzen. Oder sich mal wieder mit der besten Freundin treffen könnte, schließlich hat man an dem Tag endlich einmal Zeit dafür…
Du kennst das.

Schreiben ist aber mehr als Arbeit. Auch weit mehr als „nur“ Talent. Wer nur Talent hat, kommt nicht unbedingt weit. Wichtig ist, dass du dein Handwerk beherrschst. Denn das ist Schreiben nun mal: Ein Handwerk.
Du musst lernen, was eine Geschichte ausmacht. Wie du einen Roman angehst, ein Theaterstück schreibst, wie eine Kurzgeschichte aufgebaut sein sollte und wieso bei einem Gedicht nicht nur der Reim am Ende einer Zeile zählt (bzw. oft sogar unerwünscht ist).

Wozu muss ich das alles eigentlich wissen?

Schließlich kannst du auch einen Genre-übergreifenden Roman schreiben. Oder ein Gedicht ohne dich an irgendwelche Regeln zu halten. Das ist erst einmal richtig. Trotzdem solltest du die Regeln kennen, oder zumindest einmal davon gehört haben. Wieso?
Weil ein Bäcker auch sein eigenes Kuchenrezept schreiben kann – aber erst, wenn er das Handwerk backen erlernt hat.
Weil ein Musiker seine eigenen Stücke schreiben kann – wenn er den Umgang mit Noten erlernt hat.
Weil ein Gärtner seine eigenen Gärten entwerfen kann – wenn er gelernt hat, wie man mit den Pflanzen umgeht.

Was ich sagen will ist: Für jede Berufsgruppe gilt es, zuerst das Grundhandwerk zu erlernen. So auch für Autoren. Sicherlich ist es ein kreativer Prozess und am Ende entscheidest du selbst, was und wie du schreibst.
Aber glaub mir: Es wird dir einfach sehr viel leichter von der Hand gehen, wenn du die Grundregeln kennst und immer wieder nachschlagen kannst.
Wie oft finde ich im Internet die Frage „Wie kann ich ein Buch schreiben?“ oder „Ich will ein Buch schreiben, was muss ich machen?“.
Weil wir – ohne zu lernen – viel zu viele offene Fragen haben. Weil wir es auf gut Glück oft falsch angehen und versuchen, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Die Regeln zu erlernen bedeutet nicht, deine Kreativität einzuschränken.
Ganz im Gegenteil. Je mehr du von deinem Handwerk verstehst und je mehr Grundlagen du kennst, desto kreativer kannst du dich abseits der erforschten Wege austoben.

Wenn du die Grundlagen verinnerlicht hast, weißt du, was dir liegt, woran du noch arbeiten musst und in welche Richtung du gehen möchtest.

Und wo kann ich das lernen?

Indem du Bücher liest, dich mit anderen Autoren austauschst, oder neben deinem Beruf ein Fernstudium anfängst.
Am umfassendsten lernst du natürlich, wenn du alle drei Wege wählst. Möchtest du nicht gleich ein ganzes Studium angehen, kannst du auch an einzelnen Workshops zu speziellen Themen teilnehmen.
Anbei noch ein paar Links für erste Anlaufstellen:

Bücher:

Wenn du selbst ein paar Bücher zum Thema Schreiben gelesen, oder einen Workshop besucht hast, den du empfehlen kannst, würde ich mich über einen Tipp in den Kommentaren freuen.

Und jetzt: Üben, üben, üben. 😉

sig

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5 thoughts on “Schreiben ist ein Handwerk

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