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Was tun bei einer Schreibblockade?

Diese Frage habe ich vor einer Weile im Internet auf einer Fragenseite gelesen:
Was tue ich bei einer Schreibblockade?

Der Fragensteller kämpfte wohl seit Monaten mit besagter Blockade und brachte es einfach nicht fertig, die „leere Seite“ zu überwinden.
Also habe ich angefangen, selbst darüber nach zu denken was ich bei so einer Schreibblockade tun würde.
Erst einmal sicherlich nach Tipps googlen, wie man aus so einer Schreibblockade wieder heraus kommt und tatsächlich findet man ziemlich viele Ideen und Ratschläge diesbezüglich.
Ich habe sogar Artikel gefunden, in denen geschrieben wurde das es so etwas wie eine „Schreibblockade“ gar nicht gibt.
Ich denke, das jeder der schreibt, das Wort „Schreibblockade“ für sich selbst ein wenig anders definiert oder anders benennt.
Manche nennen es eine Blockade, andere die Angst vor der leeren Seite und wieder andere sagen sie haben Probleme mit der Ideenfindung.

Über Ideen wie man Inspiration findet, habe ich schon gesprochen, um eine Blockade zu lösen, würde ich aber einen anderen Weg ausprobieren.

  1. Die Story bewusst zur Seite legen
  2. Für den Moment an etwas völlig anderes denken
  3. Rausgehen und mich bewegen oder zum Sport gehen
  4. Eine andere Geschichte im Kopf durchspielen, die nichts mit der Problemstory zu tun hat
  5. „Was wäre wenn?“ mit meinen Figuren spielen

Was wäre wenn…?

Wie man die Punkte 1-4 erledigt, dürfte allen klar sein, aber ich möchte gern auf den fünften Punkt eingehen.
Das Spiel „Was wäre wenn…“ nutze ich gern, um festgefahrene Stränge ein wenig aufzulockern.
Dabei geht es nicht darum, die ganze Story umzuwerfen, sondern einfach mal ein paar Möglichkeiten und Unmöglichkeiten durchzuspielen.

Was würde passieren, wenn der Held der Geschichte die Heldin mit einer anderen betrügt, oder umgekehrt?
Was wäre wenn die beiden Erzfeinde sich küssen würden oder sogar ein Paar wären?
Was wäre, wenn ein entscheidender Charakter plötzlich von einem Auto überfahren wird?
Was wäre wenn eine Figur plötzlich schwanger wird, die so gar nicht in die Mutterrolle passt?
Was wäre wenn ein Guter böse wird und ein Böser gut?

Es geht darum, das Leben deiner Figuren so wie du es erschaffen hast, einfach vollständig auf den Kopf zu stellen und alles durcheinander zu wirbeln.
Wirf sie in dein eigenes Absurdium und sieh ihnen dabei zu, wie sie sich mit der Situation arrangieren.
Das kann in deinem Kopf stattfinden, oder du kannst es aufschreiben und zum Nachlesen behalten.

Nicht verkrampfen

Egal wie du versuchst deine Blockade zu lösen, ob nun mit Yoga, gedanklichen Spielen oder einem Partywochenende – wichtig ist, das du locker bleibst und dich nicht darauf versteifst, eine Blockade zu haben.
Denn je mehr du dir einredest das du blockiert bist, desto mehr blockierst du dich selbst.

Versuche nicht krampfhaft vorwärts zu kommen und sag dir dabei immer wieder selbst auf wie blockiert du bist.
Stattdessen lege das Projekt beiseite, entspanne dich und vor allem mach dir selbst bewusst, das du nicht unter einer Blockade leidest. Sondern dir nur vorübergehend nichts gutes einfällt.

Fazit

Immer locker bleiben.
Du solltest das Schreiben zwar mit einem gewissen Ernst angehen wenn du etwas zustande bringen willst, aber dabei die Balance halten, um nicht zu sehr in eine verkrampfte Haltung zu rutschen.
Damit blockierst du dich nur selbst und kommst am Ende wirklich nicht mehr voran.
Sorge einfach dafür, das du immer eine Möglichkeit bei dir hast, um dir Notizen zu machen und dann zieh los und erledige andere Dinge.
Du wirst sehen, das dir die Ideen wieder anfangen zu zu fliegen und dann musst du sie nur noch einsammeln, notieren und dich zu Hause wieder ran setzen.

Erzähl mir wie du mit Schreibblockaden umgehst. 

sig

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